Das Schönste an der Heterosexualität- Sind die Schwulen…. Von Wolfgang Brosche

 

 

Anfang März starb 70jährig der amerikanische Psychologe und Autor Joseph Nicolosi, der behauptete, man könne mit seiner „Reparativtherapie“ Homosexuelle heilen. Sein Leben lang hat er sich manisch damit beschäftigt, Homosexuelle als nicht von Gott so vorgesehen zu erklären und deren Lieben und Begehren als unmännlich, unnatürlich und krankhaft zu definieren – daraus leitete er folgerichtig  die Berechtigung, ja die Notwendigkeit ab, sie „heilen“ zu müssen. Er stürzte sich schon auf Kinder (sein jüngster Patient war sieben Jahren alt), um sie auf seinen rechten Weg zu bringen. Seine scharlatanischen Pseudoforschungen werden weltweit von seriösen Wissenschaftlern abgelehnt. Damit er sie ungeschoren führen und verbreiten konnte, sie haben keine wissenschaftliche Grundlage, gründete er sogar seine eigene Klinik: was übrigens David Berger freuen wird, der ja über Thomas von Aquin promoviert hat, die ST. Thomas Aquinas Psychological Clinic in Kalifornien.

Auf Nicolosi berufen sich weltweit alle Feinde der Homosexuellen bei den Evangelikalen wie den Fundamentalkatholiken. Auch die deutschen Homosexuellengegner von der „Demo für Alle“ führen ihn immer wieder im (Kampf-)Schilde.

Dieser Text war eigentlich entstanden, um darzulegen, warum noch heute soviele Fanatiker Homosexuelle für krank, verfehlt und als Menschen zweiter Klasse bezeichnen – und meinte damit natürlich die deutsche Kampforganisation gegen Gleichberechtigung und Gleichstellung. Die „Demo für Alle“.

Der Tod Nicolosis läßt die Frage nach den wirklichen Motivationen der Homosexuellenfeinde noch einmal ganz virulent werden: denn gleichzeitig mit der Todesnachricht wurde auch bekannt, daß es allein in den USA rund 2000 christliche Zentren und Organisationen gibt, in denen die menschenverachtende Reparativtherapie und ähnliches zur Anwendung kommen. In Deutschland scheiterte dieser Tage im Bundestag erneut der Versuch, „Homo-Heilung“ zu verbieten.

Warum müssen Homosexuelle in der ganzen Welt noch immer um die menschliche Gleichberechtigung kämpfen?

 

Tanz für mich!

 

In der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“ vom 7. März hielt der Kabarettist Till Reiners einen Monolog über die „Vorzüge des Reichseins“, der sich vor allem dadurch auszeichnete, daß er keineswegs zynisch, sondern grundehrlich war – aber das ist in diesem Fall dasselbe!

Der Text gipfelte in einer vollkommen denkbaren Phantasie: zu behaupten, daß es Besseres gäbe als Reichtum – z.B. Liebe – könne man leicht widerlegen. Reiners beschrieb die Lust eines Superreichen, der mit seinem Luxussportwagen einen Armen in einer Nuckelpinne auf der Autobahn erst bedrängte, dann zu Klump fuhr, ausstieg, beschimpfte, schließlich mit großkotziger Geste den Geschädigten mit Geld überhäufte und dann aufforderte „Tanz für mich!“ – „Es gibt“, stellte Reiners mit leuchtenden Augen fest: „nichts Besseres. Das Schönste am Reichtum, sind die Armen!“

Eigentlich wußte man es schon immer: die Frage der materiellen Verteilung ist eine Frage der Macht – Marx hat das nur zum ersten Mal deutlich formuliert. Zuckergußbegriffe wie Barmherzigkeit oder Wohltätigkeit – das zeigt der schneidend klare Texte des Kabarettisten – verkleben die Realität. Es geht um die Deutungshoheit, die Wertung der Lebensumstände, um die eigene Aufwertung durch die Abwertung anderer. Scham- und skrupellos angewandter  Reichtum ist ein Mittel, das zu dieser Selbstaufwertung und damit Selbstbefriedigung durch das Niedermachen anderer verhilft.

Was Marx nicht gesehen hat: es steckt noch etwas anderes darin, jenseits des Materiellen – die Gier nach existenzieller Selbstrechtfertigung und Selbstbestätigung, die natürlich jeder Mensch nötig hat, aber hier wird sie erreicht durch die Abwehr und Abwertung des Anderen, die bis zu dessen Vernichtung getrieben werden.

 

Reichtum macht erst Spaß, wenn es Arme gibt

Reichtum macht erst Spaß, wenn es Arme gibt, die man ganz nach Willkür ärmer macht, denen man huldreich und großspurig etwas zukommen läßt oder es ihnen auch wieder wegnimmt. Wichtig ist nicht, ob es dem Armen besser geht,  dessen Gefühle sind gleichgültig, wichtig ist, daß der Zustand des Armen den Reichen befriedigt und rechtfertigt. Oder um es mit historischen Beispielen zu illustrieren: König Heinrich sorgte mit seinen sogenannten Wohltaten und seiner angeblichen Mildtätigkeit weniger für die Verbesserung der Lebensumstände des armen Volkes, sondern für sein eigenes Wohlgefühl als „Guter König Henri Quatre!“.

Und die Menschen- und Tierliebe des Hl. Franziskus von Assisi versorgte ihn mit dem Hochgefühl der Selbstrechtfertigung. Er konnte sicher sein, daß sein Gott (also sein Eigengefühl)  ihn vor vielen anderen Menschen auszeichnete mit einem Sitz zur Rechten nahe am Himmelsthron.

Und um die Wahrheit des Zynismus zu toppen: es macht erst wirklich Spaß ein Nazi zu sein, wenn man seine Juden hat.

Ein solches Selbstgefühl der Auserwähltheit wiegt für die meisten Menschen mehr als Liebe, Zärtlichkeit und Sex – der vor allem nicht, gerade weil er schwer zu kriegen ist und deshalb, zum Beispiel von religiösen Fanatikern,  schlecht gemacht wird, wie der Fuchs die Trauben sauer redet. Es handelt sich aber bei dieser Verächtlichmachung der Lust und dem Lob der Keuschheit um eine Art invertierte Selbstbefriedigung ohne Befleckung. Also gleichsam um einen Orgasmus ohne Ejakulat. 

Diese psychologischen Mechanismen der Selbster- und Überhöhung auf Kosten anderer liegen nicht nur der Verstrickung von Reichtum, Armut und damit Macht zugrunde…sie gelten nicht nur für die materiellen , sondern auch für die, nennen wir sie mal, moralischen Eliten… Nehmen wir nur die Hasser der Homosexuellen; sie bloß homophob zu nennen wäre genauso falsch wie den Geld unters Volk schmeißenden Cäsaren großzügig.

Das Hirn – das „führende Sexualorgan“

Vom wem rede ich eigentlich? – Na, von den zahlreiche Organisationen der „besorgten Eltern“, allen voran von der „Demo für Alle“, und ihren Führern Hedwig von Beverfoerde, Birgit Kelle oder dem sich in den letzten Monaten immer schrill-lauter zum Unwort meldenden Matthias von Gersdorff. So wie  Reiche ein System der Wohltätigkeit (heute nennt man das „Charity“) entwickeln, ein System  von Stiftungen, Events und Armenspeisung (nichts anderes sind die schändlichen „Tafeln“, die es in diesem obszön reichen Land gibt) ,   um ihren Reichtum umso gewisser mit gutem Gewissen zu genießen und um die gefälligst dankbar zu seienden Armen Männchen machend draußen zu halten – Hartz IV als institutionalisierte Männchenmach-Dressur – , so hat die „Demo für Alle“ ein verästeltes System entwickelt – es läuft unter dem Schlagwort „Kinderschutz“, dabei dient es nur dem Schutz der angeblichen „Beschützer“, dem Schutz ihrer Chimäre von kindlicher Reinheit. So wie Wohltätigkeit  gleichzeitig das schlechte  Gewissen der Reichen beruhigt und vertreibt und ihren Reichtum rechtfertigt, so verbirgt die Chimäre von der „Frühsexualisierung“ das Mißtrauen ihrer Prediger gegen sich selbst und rechtfertigt die Herabwürdigung anderer als Preis für die Aufwertung des Selbstgefühls. 

Wir wissen längst, daß Marx Recht hatte, wir wissen also, daß Armut und Reichtum in der Gesellschaft keine akzeptablen naturgegebenen Zustände bleiben dürfen, damit wir diese zivilisierte Gesellschaft nicht durch Ausbeutung aller Ressourcen – auch der sozialen – völlig zugrunde richten. Und wir wissen andererseits längst, daß der Mensch ein ganzes Leben lang ein lustvolles und vielfältiges Wesen ist, dessen Sexualorgane – das führende ist das Hirn – nicht in Normen passen. Normen,  die nur einen Zweck haben: sie sollen die Herrschaft einiger weniger zementieren; im Falle der „Demo“ die Herrschaft der reaktionären, lebensängstlichen und oft genug schrecklich dummen und herzlosen Eltern, patriarchal und autoritär. Es sind Menschen, die ihr Leben und ihre Ängste und Dummheiten fixieren und der nächsten Generation aufdrängen wollen. Sie leben nicht für die Zukunft ihrer Kinder, von der sie schwafeln. Sie leben für die Versteinerung ihres Lebens und ihrer Auffassungen, sie sind zukunftsunfähig – und unwillig, aber herrschsüchtig: es ist kein Zufall, daß  eine Kampforganisation, der Matthias von Gersdorff vorsteht, „Gesellschaft für Tradition, Familie und Privateigentum“ heißt – Kinder und Frauen sind also Privateigentum der Männer, weil das schon immer so war.

 

Schlotternde Autoritäten

Der Kampf, den die „Demo für Alle“ und ihre (Volks)-Genossen von der neuen-uralten Rechten führen gegen die angebliche „Frühsexualisierung“, ist der Kampf der vor  der Zukunft schlotternden Autoritären, nicht nur gegen Homosexuelle oder Menschen mit anderen Geschlechtlichkeiten (und gegen Frauen und Genderwissenschaft und Kinderrechte) es ist ein Kampf um Besitzstände am Kind, um heterosexuelle und männliche Privilegien.

Ja – es geht tatsächlich um Privilegien; nicht, wie so oft verlogen behauptet wird, wollen die Kämpfer für gleiche Rechte (z.B. bei Ehe, Adoption und Familie) Privilegien für sich beanspruchen, sondern ihre Gegner wollen ihre Privilegien der Diffamierung und Erniedrigung anderer behalten. Der Kinderschutz ist nur eine Propagandatarnung. Diese Kinderschützer wollen, wie Wilhelm Reich es nannte, „…die moralische Hemmung der natürlichen Geschlechtlichkeit des Kindes“ zementieren, weil diese Hemmung Kinder und damit spätere Staatsbürger „ängstlich, scheu, autoritätsfürchtig und gehorsam“ macht. Diese Lebenshemmung …“lähmt, weil nunmehr jede aggressive Regung mit schwerer Angst besetzt ist, die auflehnenden Kräfte im Menschen, setzt durch das sexuelle Denkverbot eine allgemeine Denkhemmung und Kritikfähigkeit; kurz: ihr Ziel ist die Herstellung des an die privateigentümliche Ordnung angepaßten, trotz Not und Erniedrigung sie duldenden Staatsbürgers.“ (Reich, Massenpsychologie des Faschismus. Kopenhagen 1933) 

Und damit wären die lustvolle Freude des Reichen an der Beherrschung, Unterdrückung und Erniedrigung des Armen und der zwangshafte Wille, die nächste Generation im eigenen Kinde zu beherrschen und dessen Lebensbeschränkung, die Unterdrückung der Sexualität, ja sogar des Wissens über sie, der gleichen Quelle entsprungen. Die einen kämpfen darum, auch weiterhin den Genuß an der kapitalistischen Existenz durch die Verhöhnung der Armen zu genießen („Das Schönste am Reichtum sind die Armen“) und die anderen darum, das Schönste an der angeblich natürlichen Bipolarität der Geschlechter/der Heterosexualität weiter zu behalten: die kranken instabilen, unnormalen, schwachen, wankelmütigen und Kinder gefährdenden Schwulen als Objekte des Hasses und der Selbstbestätigung.  

Die Verteidiger des Neoliberalismus sind gar nicht interessiert daran, Ausbeutung, Wohnungsnot, Umweltzerstörung (und vieles andere) zu beseitigen, denn all das festigt, rechtfertigt und bestätigt ja ihren Status als Besitzende; wie man zur Zeit auch wieder sehr schön an der sich zu Wort meldenden FDP erfahren kann – aus deren Fleisch Teile der AfD geschnitten wurden. Wohltätigkeit und angeblicher Sozialstaat sind ja nur Palliativmedizin, die man sich als Armer auch noch „verdienen“ muß (siehe die calvinistische Moral: „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ – und Arbeit meint hier immer den Nutzen des Besitzenden). Und die angeblichen Verteidiger der Kindheit bekämpfen als Kinderschützer die Symptome der Zukunft mit den Verkrustungen ihrer Vergangenheit.

 Ihr Kampf gegen Frühsexualisierung dient ausschließlich der Disziplinierung und Normierung  der jungen Körper, des jungen Verstandes zur Bestätigung des toten Selbstbildes der Alten… Als Pasolini vor 40 Jahren das mit tiefster Trauerkonstatierte, lachte man ihn aus – sei „Saló“ – Film war dann das Testament dieser Trauer; und erst heute fange wir an, dieses Testament ansatzweise zu begreifen.

 

Quarantäne und Ausgrenzung

Ich will mich nicht schon wieder im Einzelnen mit dem ganzen Minderbemitteltheiten im neuen Feldzug gegen die angebliche Sexualisierung auseinandersetzen – das ist ja der Trick dieser Kreise: so wie der Kapitalist durch Wohltätigkeit von sich positiv reden machen will, um von seiner wahren Natur abzulenken, sind LGBTIQ-Menschen (und Genderwissenschaft und Politik) immer wieder aufs Neue und vergebens beschäftigt,  die Vorwürfe der Sexualisierung, die kaum verhohlen eigentlich Pädophilie meinen, abzuwehren. 

Hinter den ganzen Vorwürfen steckt vor allem eines: der ewig erstunken- und erlogene Verdacht der Ansteckung und damit Krankheit, stecken die Ideen von Quarantäne und Ausgrenzung, steckt die Behauptung, das Andere sei minderwertiger als man selbst und deshalb dürfe man ihm nicht die gleichen Recht zugestehen. Auch die Armen gelten ja wegen ihrer Armut als minderwertig.

Die „Demo für Alle“ und ihre Anhänger und ihre weltweit agierenden Kumpane – z.B. die die Evangelikalen in den USA, die Fundamentalkatholiken (wie Mathias von Gersdorff – zu dessen politischen Absichten in Richtung aristokratischer Ständestaat ein anderes Mal einiges ausführlicher gesagt werden muß), die russischen Antihomonationalisten usw. brauchen dringend Homosexuelle, um ihre wackelige Normheterosexualisierung, die zur Zucht, Züchtigung und Beherrschung  der kommenden, freier leben wollenden Generation dient, zu rechtfertigen mit der entsetzlichen Lüge von der Bedrohung der Kinder.

So wie die neorechte Internationale eine Bewegung der patriarchal und autoritär denkenden Älteren ist, ist es auch die angeblich gegen Sexualisierung kämpfende Internationale. Sie ist nichts weniger als eine Bewegung gegen die Jungen, die Lebendigen, gegen die Zuversichtlichen, die die Zukunft miteinander gestalten wollen, die erkennen, daß Nationalismus, Rassismus, Kapitalismus, Naturausbeutung die wirklichen und drängenden Probleme sind, gegen die Tabus, Einschränkungen, Unterdrückung, Aussperrung, Mauern und Verleugnung und das Alpträumen von einem autoritären, patriarchalen, männlichen Früher (und Führer)  nicht zur Bewältigung der Probleme beitragen, sondern sie zementieren, ja verschärfen und zur Explosion bringen.

Es geht der Rechten ja auch gar nicht um Problemlösungen, sondern um die Selbstrechtfertigung ihrer fortgesetzten Gier, ihres Nationalismus, ihres Herrschaftsanspruchs. Tatsächlich wollen sie keine Probleme wie Demokratisierung, Globalisierung, Digitalisierung oder gar Hunger lösen – so lange es diese Probleme gibt, fühlen sie sich bestätigt. In gleicher Manier geht es den Kämpfern gegen die angebliche Sexualisierung der Jugend nicht um die nächste Generation, sondern bloß um die Bewahrung ihres eigenen Starrsinns und ihrer eigenen Sexual- und Menschenangst.

Der Ausschluß der Flüchtlinge, der/des Fremden, der Anderen, die Abgrenzung der Armen, die Mauern der Hartherzigkeit,   ermöglichen für eine Weile noch die Illusion es bliebe alles „so wie früher“, aber es sind die Sterbenden, es sind die Tötenden, die das Leben an sich reißen wollen.

 

Kapo-Mentalität

Natürlich gibt es auch unter LGBTIQ-Menschen die Menge, die sich weigern, in die Zukunft zu denken, die sich mit Kapo-Mentalität anpassen, um die Brosamen vom Tisch der Lagerkommandanten, zu erhaschen. Sie stimmen die gleichen Gesänge an wie Herrschenden, anstatt sich ihnen zu verweigern. Politisch oder ökonomisch heißt das, daß sie wider besseres Wissen, in der Hoffnung, verschont zu bleiben im mörderischen Ausleseprozeß des Sozialdarwinismus, die AfD, Trump oder den Front National zujubeln. Sie wollen sich auch besser fühlen wie jener am Anfang erwähnte Porschefahrer, der den angefahrenen Kleinwagenmenschen zum Tanzen nach seiner Pfeife zwingt.

Ein Beispiel für einen solcher Überläufer aus Eigennutz in Sachen demokratische, emotionale und sexuelle Gleichberechtigung, der aber nur an die Befriedigung seines materielle Eigennutzes und seiner Selbstverliebtheit dachte, ist der jüngst grandios gescheiterte Milo Yiannopoulos in den USA, den letztendlich der Vorwurf (in diesem Fall völlig ungerechtfertigt) der Pädophilieverteidigung zu Fall brachte; ein Standard-Vorwurf aus dem Repertoire der Rechten und Kinderschützer.

Weniger charismatisch und verrückterweise auch weniger sexy betreibt diesen Maulkampf in Deutschland David Berger; perfiderweise gerade weil weniger flamboyant, sondern deutschtümelnd-enervierender womöglich mit noch größerem Anpassungserfolg, weil er in vorauseilendem Gehorsam die Pädophilievorwürfe gegen Homosexuelle  von den „Kinderschützern“ übernahm.  Und so führt er als U-Boot der Fundamentalkatholiken (er selbst nennt sie „Katholiban“) die Kämpfe dieser Kinderschützer von der „Demo für Alle“ bis zur AfD hinein in die fortschrittlichen Milieus und Kreise, um sie von innen zu sprengen, im unausgesprochenen Auftrag ihrer dankbareren Gegner. Noch klopft ihm sogar Hedwig von Beverfoerde verbal auf die Schulter; aber auch ihn wird man bald wieder daran erinnern, daß er nur ein vermaledeiter Homo ist, da mag er sich anbiedern wie er will.

 

 

Angst vor der Zukunft

So wie also der Reiche seinen Lustgewinn am Reichtum steigert, indem er ein Bißchen abgibt, um den Armen zu korrumpieren und sich daran umso mehr berauscht, so wie er den Armen braucht zur Befriedigung seiner Lustbedürfnisse, brauchen  die „Besorgten Eltern“, die „Demo für alle“, die Homo-Heiler  etc. die Homosexuellen (und alle Menschen mit anderer Geschlechtlichkeit) um ihre gemeine und morose, lebensängstliche, eindimensionale Zwangsexistenz zu rechtfertigen und zu genießen. Die Angst vor der Zukunft, der Lebendigkeit, der Sexualität, der bigotte Verzicht auf wirkliche Zukunft, macht nur dann Spaß, wenn man andere dessen bezichtigt, was man sich selbst verbietet – so wie der Verzicht des Reichen auf ein Bißchen Reichtum, den er „wohltätig“ spendet, tatsächlich das Vergnügen am ganzen Reichtum erhöht.

https://diekolumnisten.de/2017/03/19/das-schoenste-an-der-heterosexualitaet-sind-die-schwulen/

 

 

 

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